Menschenrechte für Kinder mit Behinderungen verwirklichen
Das gemeinsame Lernen behinderter und nicht behinderter Kinder muss in Deutschland zur Regel werden. Dies forderte SoVD-Präsident Adolf Bauer anlässlich des Europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen während einer Fachtagung in Hannover. "Bei der inklusiven Bildung geht es um nicht weniger als um die Verwirklichung von Menschenrechten für Kinder mit Behinderungen", erklärte Bauer vor rund 150 Akteuren aus Wissenschaft, Politik und schulischer Praxis.
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Fachtagung "Inklusive Bildung für Kinder mit Behinderungen: Teilhabe sichern - Chancen eröffnen"
(Termin: 05.05.2010)
Wie viel Chancengleichheit bietet unser Schulwesen? Was muss die Politik bewegen? Was ist machbar? Diese und weitere Fragen stehen im Mittelpunkt einer Fachtagung zum aktuellen SoVD-Schwerpunktthema inklusive Bildung. Der SoVD-Bundesverband organisiert die Veranstaltung gemeinsam mit dem SoVD-Landesverband Niedersachsen e.V.
Mit der Veranstaltung am 5. Mai 2010 im Hannover Congress Centrum soll die Debatte um die gemeinsame Beschulung von behinderten und nicht behinderten Kindern weiter vorangebracht werden. Im Mittelpunkt stehen dabei die Chancen und Potenziale der inklusiven Bildung sowohl aus Sicht von Wissenschaftlern, aber auch aus Sicht von Experten aus der Praxis.
Im Anschluss wird es eine Diskussionsrunde mit Vertretern aus der Bundes- und Landespolitik, Verbänden und Betroffenen geben. Darin soll unter anderem am Beispiel Niedersachsens deutlich gemacht werden, was die Politik tun muss, um ein gemeinsames Lernen zu ermöglichen. Die Fachtagung "Inklusive Bildung für Kinder mit Behinderungen: Teilhabe sichern - Chancen eröffnen" richtet sich an Interessierte, die in der Behindertenpolitik aktiv sind, an Menschen mit Behinderungen und ihre Familien sowie an Vertreter aus Wissenschaft, Forschung, Politik und Schule.
Eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich und bis zum 23. April 2010 direkt beim SoVD-Landesverband Niedersachsen e.V. (Abteilung Sozialpolitik, Elke Skupsch, Tel. 0511/70148-37, E-Mail: elke.skupsch@sovd-nds.de>elke.skupsch(at)sovd-nds.de).
zum Programm der Veranstaltung

SoVD-Präsident Adolf Bauer
Das Recht auf Regelschule für behinderte Kinder gilt sofort
Behinderte Kinder haben ab sofort das Recht, gemeinsam mit nicht behinderten Kindern an Allgemeinen Schulen zu lernen. Nach der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) gilt dieser Anspruch für das einzelne Kind unabhängig von anders lautenden Schulgesetzen. Zudem müssen Bund und Länder zügig inklusive Bildung verwirklichen und dafür auch Qualitätsmaßstäbe festlegen. Dies sind zwei wesentliche Ergebnisse des Rechtsgutachtens, das der führende Völkerrechtler Professor Dr. Eibe Riedel in Berlin am 28. Januar 2010 bei einer Pressekonferenz des Sozialverband Deutschland (SoVD) und dem Elternverband Gemeinsam leben - gemeinsam lernen vorgestellt hat. SoVD-Präsident Bauer forderte: "Bund und Länder müssen jetzt zielgerichtet und zeitnah Maßnahmen ergreifen, um das gemeinsame Lernen von behinderten und nicht behinderten Kindern zu verwirklichen."
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SoVD begrüßt die Ergebnisse des RehaFutur-Abschlussberichts
Die berufliche Rehabilitation behinderter Menschen in Deutschland soll strategisch fortentwickelt werden. Dies war ein zentrales Ergebnis beim Auftakt-Workshop der Forschergruppe "RehaFutur", der Ende Januar in Potsdam stattfand. Rund 170 Teilnehmer aus Politik, Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen, von Rehabilitationsträgern, Leistungserbringern und Sozialverbänden diskutierten bei der Veranstaltung den Forschungsbericht zur Zukunft der beruflichen Rehabilitation. Eine erste Einschätzung des Berichts aus Sicht der Leistungsberechtigten präsentierte SoVD-Präsident Adolf Bauer. Bauer hob besonders hervor, dass die Motivation und Wünsche von chronisch kranken und behinderten Menschen künftig stärker in den Mittelpunkt der Rehabilitationsverfahren gestellt werden sollen.
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SoVD fordert Aktionsprogramm zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention
Die UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland ist am 26. März in Kraft getreten. "Das ist ein Aufbruchsignal und der Startschuss für die Umsetzung", erklärte SoVD-Präsident Adolf Bauer. Mit der UN-Konvention hat sich die Bundesrepublik zur einer umfassenden Gleichstellung und Teilhabe behinderter Menschen in allen Lebensbereichen verpflichtet. Dies gilt insbesondere für ein inklusives Bildungssystem, in dem behinderte und nicht behinderte Kinder gemeinsam lernen. Die UN-Konvention verpflichtet zu einer umfassenden Barrierefreiheit und zu einem inklusiven Arbeitsmarkt, der Menschen mit Behinderungen bessere Chancen in Ausbildung und Beruf gibt. "Der Handlungsbedarf für Deutschland ist sehr groß", stellte Bauer fest. Er forderte Bund und Länder auf, ein Aktionsprogramm zur Umsetzung der Konvention vorzulegen.
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Adolf Bauer, Hannelore Loskill, Sibylle Hausmanns
Behinderte Kinder brauchen endlich bessere Bildungschancen
Behinderte Kinder haben das Recht, gemeinsam mit nicht behinderten Kindern an Allgemeinen Schulen zu lernen. Dafür haben sich am 4. Mai 2009 bei einer gemeinsamen Pressekonferenz in Berlin der Sozialverband Deutschland (SoVD), der Deutsche Behindertenrat (DBR) und die Elterninitiative Gemeinsam leben - gemeinsam lernen eingesetzt. Die Bundesländer müßten jetzt mit der Verwirklichung eines inklusiven Bildungswesens beginnen. Dazu habe sich Deutschland mit der UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet, lautete die gemeinsame Forderung zum Internationalen Aktionstag der Menschen mit Behinderungen am 5. Mai. Die drei Verbände fordern ein verbindliches Aktionsprogramm der Bundesländer. Die Forderungen der Verbände wurden zu Paketen geschnürt, die u.a. der Kultusministerkonferenz überreicht werden. SoVD-Präsident Adolf Bauer forderte: "Behinderte Kinder müssen endlich bessere Bildungschancen bekommen."
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Karin Evers-Meyer, Angelika Winkler, Geesken Wörmann (v.l.n.r.)
Berufliche Eingliederung behinderter Menschen muss verbessert werden
Behinderte Menschen sind auf dem Arbeitsmarkt überdurchschnittlich benachteiligt. Über Wege, dies zu ändern, berieten am 27. Februar in Köln 170 Teilnehmer einer Fachkonferenz, die sich mit der Umsetzung der "UN-Konvention für die Rechte behinderter Menschen" für das Berufsleben befasste. Im Mittelpunkt stand die Frage wie die berufliche Eingliederung behinderter Menschen verbessert werden kann, welcher gesetzliche Handlungsbedarf besteht und wie bereits bestehende Vorschriften besser umgesetzt werden können. Für den SoVD forderte Angelika Winkler, dass behinderte Menschen bessere Chancen für eine qualifizierte Ausbildung und Berufstätigkeit brauchen. Die UN-Konvention müsse neue Impulse für die Verwirklichung eines inklusiven Arbeitsmarktes setzen. Die Veranstaltung ist Teil einer gemeinsamen Veranstaltungsreihe von Behindertenverbänden und der Bundesbehindertenbeauftragten Karin Evers-Meyer.
Programm der Veranstaltung
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Bundeskompetenzzentrum Barrierefreiheit nimmt Arbeit auf
Das Bundeskompetenzzentrum Barrierefreiheit (BKB) ist am 2. Juli in Berlin im Beisein des Bundesministers für Soziales und Arbeit, Olaf Scholz eröffnet worden. Aufgabe der Einrichtung ist, die Umsetzung des Behindertengleichstellungsgesetzes und vor allem die umfassende Barrierefreiheit voranzubringen. Ein Schwerpunkt der Arbeit besteht darin, Behindertenverbände und Unternehmen bei Verhandlungen über Zielvereinbarungen zur Barrierefreiheit zu beraten und zu unterstützen. Träger des Bundeskompetenzzentrum Barrierefreiheit sind vierzehn Behindertenverbänden, darunter auch der SoVD. SoVD-Präsident Adolf Bauer erklärte: "Wir erhoffen uns von der Arbeit des Bundeskompetenzzentrums Barrierefreiheit einen kräftigen Schub für den Abschluss von Zielvereinbarungen zur Barrierefreiheit."
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zum SoVD-Statement
SoVD beteiligt sich an der Initiative Jobs ohne Barrieren
Der Sozialverband Deutschland unterstützt die Initiative "Jobs ohne Barrieren". An der Kampagne des Bundesministeriums für Gesundheit und soziale Sicherung beteiligen sich Arbeitgeber, Gewerkschaften, Behindertenverbände, die Bundesagentur für Arbeit, die Integrationsämter, die Reha-Träger und viele andere. Die Initiative hat sich zum Ziel gesetzt, die Beschäftigungschancen behinderter Menschen zu verbessern. Die Ausbildungsplatzsituation behinderter Jugendlicher soll verbessert werden. Durch betriebliches Eingliederungsmanagement soll erreicht werden, dass Arbeitnehmer nach einem Unfall oder einer schweren Erkrankung wieder an ihren Arbeitsplatz zurückkehren können. Auf den Internetseiten www.jobs-ohne-barrieren.de finden Sie mehr zu diesen Themen.
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